Staatspropaganda kann viele Wege gehen. Die von Christof Krieger ausführlich beschriebene Propaganda mittels Wein, für das nationalsozialistische Regime Werbung zu betreiben, ist ein gelungenes Beispiel für eine bisher wenig beleuchtete Propaganda. Im Sinne einer populären Strategie, Wein für die Massen zu produzieren, konnte die günstigem Wetter geschuldete Überproduktion bei Abnahmegarantie zu Festpreisen in den ersten Jahren der Nazidiktatur dem Volk, das als Luxus geltende Weinsaufen, nahegebracht werden. Ansonsten wäre eben Industriealkohol entstanden. Wir kennen die Thematik aus der EU-Agrarpolitik. Die von den Nazis organisierten Weinpatenschaften bestehen vielfach als „Städtepartnerschaften“ fort. So war beispielsweise das reiche Düsseldorf mit dem kleinen Winzerdorf Graach bei Bernkastel-Kues verbunden. In Berlin finden sich eine ganze Reihe von Plätzen und Straßen, die nach kleinen Weinorten benannt sind inklusive der alljährlichen stattfindenden Weinfeste.
Die Veröffentlichung der Dissertation im Rhein-Mosel-Verlag ist vorerst vergriffen, aber sicherlich bald wieder erhältlich. Das Interesse an diesen Verbindungen ist groß, da damit viele Familiengeschichten eventuell neu aufgearbeitet werden müssen. Plötzliche große Nachfrage schaffte Begünstigte und neue Abhängigkeiten. Wie sich später herausstellen sollte, führte das politische Eingreifen in den Markt zu erheblichen Verstrickungen. Also einfach nur Saufen ist auch nicht mehr wie früher, war es eigentlich nie. Bier saufen für die lokale Landwirtschaft ist ja auch nicht wirklich nachhaltig. 
Nachkriegseltern
Die Recherchen zu den Nachkriegseltern von Miriam Gebhardt haben eine persönliche und geschichtsschreibende Funktion. Die Zusammenfassung der Erfahrungen der Nachkriegseltern aus Biografien und Tagebüchern aus dem Literaturarchiv Marbach haben ein interessantes Psychogramm einer Generation von Eltern entstehen lassen, die sich meistens überhaupt nicht der Prägung durch die menschenverachtende, nationalsozialistische Ideologie bewusst waren und viele immer noch auch sind. Gut recherchiert und mit zahlreichen Originalquellen unterlegt beschreibt sie die Schweigsamkeit und Fokussierung auf wirtschaftlichen Erfolg dieser Generation von Eltern. Familienorientierung und Fixierung auf beruflichen Erfolg war gepaart mit traditionellen Rollenbildern von Frauen in sekundären Funktionen.
Spannend sind darüber hinaus die Anspielungen, wie die Erfahrungen unserer Väter und Mütter uns, die Babyboomer, bis heute prägen. Statusdenken überall, oben und unten in den Hierarchien klar bestimmt. Das christlich-konservative Menschenbild prägt vielfach neben den Eltern eben noch die Kindergeneration der Nachkriegseltern.
Wichtig bleibt es daher, sich dieser überkommenen pädagogischen Methoden bewusst zu werden, damit es keinen Automatismus des Weitertragens geben wird. Die Angst der Nachkriegseltern, die Akten und Beweise der Gerichtsprozesse oder Entnazifizierung einzusehen oder anzuerkennen, bezeichnet den meist verdrängten Gewissenskonflikt dieser Generation der Nachkriegseltern. Auf den Seiten 64-67 wird die Auswirkung der Gewaltgeschichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 20.-ten Jahrhunderts, auf die Fähigkeit mit Emotionen umzugehen, bezogen.
Empathielosigkeit und mangelnde Fähigkeit zum Gefühlsausdruck begründet die erstaunliche Sprachlosigkeit einer Generation, wenn es um die Verbrechen der Nazizeit geht. Als geradezu tragisch bezeichnet Gebhardt die Empathielosigkeit gegenüber den eigenen Kindern und oft noch den Enkelkindern. Wegducken, Verschweigen und Wegdrücken scheint weiterhin die Prämisse. Miriam Gebhardt gelingt es vielleicht, eine Gesprächsbasis zu legen, die die Generationen zum besseren Verständnis aufnehmen könnten. Wahrscheinlich werden sich darüber aber lediglich die Kinder und Enkelkinder der Nachkriegseltern austauschen und versuchen, mehr emotionale Wärme in die Familienstuben zu bringen. (DLF-Interview, BR-Video Interview)
Hinweise
Manchmal kommen wichtige Hinweise von ganz überraschender Stelle. So mancher zufällige Besuch in einem Buchladen kann zu einer „Révélation“ werden. In Frankreich im Jahre 2021 war der autobiografische Roman von Sorj Chalandon in jeder besseren Buchhandlung zu finden. Der Titel „Enfant de salaud“ war nun wirklich nicht gerade einladend. Es deutete auf irgendeine Weise mehr in Richtung eines Kriminalromans als auf eine Autobiografie. Der erste Hinweis auf dem rückseitigen Umschlag stammte vom Großvater an das Enkelkind. „Un jour, grand-père m’a dit que j’étais un enfant de salaud. “ Eines Tages hat mir mein Großvater gesagt, dass ich ein Kind eines Dreckskerls (Deutschlandradio Kultur) wäre.
Wie kann man damit umgehen? Dabei ist es wichtig zu wissen, die Bedeutung im Französischen bezieht sich auf zuvorderst auf Kollaborateure mit den nationalsozialistischen Besatzern. Der deutsche Titel „Verräterkind“ spiegelt die 2. Ebene des Romans ebenfalls gut wider. Der eigentliche Verrat besteht für das Kind in dem Aufwachsen ohne Vergangenheitsbezug, ohne Erklärungen oder zumindest Versuche der Kommunikation darüber. Letztlich ist es das Aufwachsen mit den Lebenslügen des Vaters in dieser Autobiografie, die den Sohn nachdrücklich beeinflusst und zutiefst enttäuscht. Das Wahrheitsstreben muss sich eben jeder selbstständig erarbeiten. Das wird allerdings mehr oder weniger stark von den Eltern ausgebremst. Gut, dass es Archive gibt, so wie gut informierte Personen, die vielleicht auch mal eine Abkürzung des Weges bei der persönlichen Wahrheitsfindung ermöglichen.
Ein Zitat von S.118 verdeutlicht die zusätzliche 2 Erzählebene des Romans. Der Sohn berichtet, dass er sich als Verräter an der Familiengeschichte fühlt, „j’ai seulement l‘impression de trahir mon père et ton mari.“ Am Ende des Romans (S. 260) steht unverblümt die Schlussformel: „Le salaud, c’est le père qui m’a trahi. “
Es brauchte viel Recherche, sich der Wahrheit anzunähern. Es geht eigentlich viel weniger um die Verbrechen des Vaters während der Kriegsjahre, als um die Selbstfiktion der Person des Vaters. Somit wird der gesamte Roman zu einem Lehrstück mit vielen Hinweisen zu intergenerationellen Beziehungen weit über die Grenzen Frankreichs hinweg. (deutsche Ausgabe DTV). 
Flotow Jazzy
Es war wohl nur eine Frage der Zeit bis mir der Suchalgorithmus diverser Plattformen eine Jazzvariante einer Melodie von Flotow raussuchen und vorschlagen würde. In Verbindung mit einem Abstecher an Flotows Ehrengrabmal in Darmstadt war es dann so weit. Der überraschende Vorschlag eines Arrangements, das gleich mehrere Melodien von Flotow zitierte, war erstaunlich, aber eher gedacht für FreundInnen von Jazzimprovisationen, die Spaß an Kompositions- und Improvisationstechniken haben.
Die Beteiligung der Bayerischen Philharmoniker an der Produktion zeigt, was in den 70er und 80er Jahren so alles möglich war. Cross-over zwischen Musikstilen war sehr willkommen. Das ist meiner Einschätzung nach sogar noch vielfältiger geworden, aber nicht unbedingt häufiger. Also habe ich mich anregen lassen, die Herausforderung anzunehmen. Der Beginn schien mir zunächst wenig gelungen, die Referenz zu der bekannten Flotow-melodie nur am Rande hör- und erkennbar. Das Experiment wurde rasch zu einem anspruchsvollen Musikrätsel. Wie viele Melodien oder Werke wurden zitiert? Das wird zu einer musikanalytischen Aufgabe, die nicht so rasch zu lösen ist.
Für Personen, die wenig mit Flotow vertraut sind, wird das Rätsel vielleicht erst gegen Ende der Einspielung überhaupt als klassische, romantische Vorlage erkannt. Trick gelungen: Klassik mag ich nicht, aber das da schon. Das kann also vielleicht sogar Generationen zusammenbringen.
Der Arrangeur und Pianist Eugen Cicero, ein aus dem sozialistischen Rumänien geflohener Pianist und Komponist hat sicherlich in der oft als Trauermelodie bezeichneten Arie „Die letzte Rose“ Trost und Inspiration gefunden.
Laut seiner Biografie gab es dazu eventuell Anlass, die Selbsttötung seiner Stieftochter mit 14 Jahren. Letztere Geschichte ist in dem Roman und Kinofilm „Chritiane F. – Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ ein Hintergrundmaterial gewesen. Vielen ist dieser Film in unvergesslich tragischer Erinnerung geblieben. Die Fentanyl-krise in USA und beginnend in Europa ruft solche Schrecken ebenfalls wieder in Erinnerung.
Die Discografie zu Flotow und die Verarbeitung durch Flotow der ursprünglichen irischen Volksliedvorlage könnte copyright-Expertinnen heute schier zur Verzweiflung bringen (Transponieren von D-Dur nach F-Dur erweckt mehr Tiefe statt Leichtigkeit und mehr Koloratur haben daraus einen internationalen operngängigen Hit gemacht, siehe Druckauszüge hier). Zu solchen Anlehnungen entwickeln sich heutzutage ganz umfassende Rechtsprechungen, die durch KI-unterstützte oder geschriebene Melodien nochmal etwas komplizierter werden. Einfach ignorieren geht nicht mehr. Das kann sehr teuer werden. Es bleibt uns ein passendes interdisziplinäres Lehrstück zum Thema Musik, Komposition und Gesellschaft. 
Flotow Darmstadt
Warum wählt ein weitgereister Komponist Darmstadt als seine finale Station im Lebensverlauf? Familiäre und persönliche Angelegenheiten haben sicherlich viel dazu beigetragen vgl. Biografie. Kreativität in fortgeschrittenen Lebensphasen hat viel mit professioneller Routine zu tun, aber eben auch mit harter Arbeit, wenn die Ansprüche an die eigene Kreativität und Arbeit den groben Linien des eigenen Werdegangs gerecht werden sollen. Annehmlichkeiten des Lebens, wie Parks und einfache Erreichbarkeit von kulturellen Events, waren im aufstrebenden Darmstadt vorhanden. Die Nähe zu Frankfurt (Buchmesse für Libretti), Wiesbaden und Mainz sind weitere Pluspunkte. Ruhe zum Arbeiten gleichfalls.
Die Stadt Darmstadt hat es dem Komponisten seine Wahlheimat langfristig gedankt. Auf dem Alten Friedhof in Darmstadt befindet sich die eindrucksvolle Gedenkstätte für Flotow, ihm zu Ehren gewidmet von seiner Gattin Rosa und seiner Schwester Bernardine sowie den beiden Kindern.
Für seine beachtliche Zahl an Followern, beispielsweise 60.000+ auf der Plattform Spotify, wird es besonders freuen, dass sein größter Hit „die letzte Rose“ bildlich bei der Grabpflege eine anmutende Rolle spielt. 
Verbannte Worte
Die Ausstellung Verbannte Worte im historischen Zentrum von Frankfurt trifft auf viele Besuchende der Messe aus der ganzen Welt, die oft nur ein bisschen Rathaus, Marktplatz oder Paulskirche sehen wollen. Aber unbefangen kann keiner an der Geschichte dort vorbeigehen. Neben den Millionen an gedruckten Worten muss es eben einen würdigen Ort geben, der den
verbannten Worten gewidmet ist. Viele Kunstschaffende und Schreibenden konnten bestenfalls im Exil überleben. Das ist heute in großen Teilen der Welt weiterhin so. Der PEN International listet erschreckende Zahlen dazu. Das erneute Post-COVID Wachstum der Frankfurter Buchmesse erfreut alle, die sich unermüdlich für das freie Wort einsetzen. Jedoch auch klare Worte finden denen gegenüber, die das freie Wort menschenverachtend missbrauchen. Dazu leistet die kleine Ausstellung ein sehr wichtigen Beitrag, der über die Buchmesse kraftvoll in die Welt getragen wird.

Ukraine@Book Fair
It is great to see so many publishers and authors at the Frankfurt book fair 2023. Because of the massive Russian misinformation not restricted to Russia, but in Western countries, too. Awarding a prize to those activists that sort truth from fake news is very important in this respect. 200 square meters of exhibition space reflects the size and quality of publishing. Lots of translations are underway as well. freedom of publishing and the press is something we usually take for granted until it is gone.

Bücherverbrennung1933
AutorInnen sind nicht nur eine seltene Spezies. Es ist auch eine gefährdete Art. Die Macht des geschriebenen Wortes wird und wurde seit langem von Diktatoren und Autokraten gefürchtet. Dabei sind die Nationalsozialisten besonders zu erwähnen. Auf der Frankfurter Buchmesse in 2023 gibt es wieder eine Präsentation und kleine Ausstellung dazu. Unter dem Titel „Verbrannte Orte“ kann online recherchiert werden, an welchen genauen Orten die abscheulichen Vorboten von noch viel größeren Verbrechen begangen wurden. Bereits 3 Monate nach der Machtübernahme zelebrierten die Verächter der freien Meinungsäußerung mit den Bücherverbrennungen Einschüchterungsversuche. Auch im Jahr 2023 bleibt das eine Mahnung, früher und entschiedener gegen solche Taten einzuschreiten. Auf der Internetseite „Verbrannte-Orte“ ist eine Karte der gelisteten Bücherverbrennungen verfügbar. Beispielsweise für Erlangen bei Nürnberg zeigt die Karte den Schloßplatz nahe den medizinischen Instituten als Tatort (siehe unten). Mit seiner beträchtlichen Anzahl von gewaltbereiten, schlagenden Studentenverbindungen in den 1930er Jahren ist das wenig überraschend. Dazu findet sich heute zumindest eine Plakette dort, die an diese Schandtaten erinnert.
Wenn Frankfurt wieder die Neuheiten auf dem Büchermarkt feiert, sind wir froh die Internationalität und Toleranz zu feiern. Auf dem Römerberg in Frankfurt befindet sich ebenfalls eine Plakette, die die Erinnerung an diese von Studenten vielfach ausgehenden und befeuerten, hässlichen Aktionen wachhält. Strafrechtliche Konsequenzen müssten wohl erst noch genauer recherchiert werden. Da scheint die Rechtsprechung noch nicht viel weiter entwickelt zu sein. Verletzungen des copyrights bei Büchern wird verfolgt, aber eine öffentlich verrichtete Verbrennung befindet sich in einer juristischen Grauzone. Für die Verbrennung des Korans in Schweden wurden zeitverzögert 2 unschuldige schwedische Fußballfans von einem islamistischen Fanatiker ermordet. Hass schürt weiteren Hass. Daran hat sich in den 90 Jahren seit den Bücherverbrennungen in Deutschland wenig geändert. Die Schauplätze ändern sich. Eine Wiederkehr auch nach Deutschland kann überhaupt nicht ausgeschlossen werden, da das gewaltbereite, rechtsextreme Spektrum weiterhin wächst.
Quelle: Julius H. Schoeps (Hrsg.); Werner Treß (Hrsg.): Orte der Bücherverbrennungen in Deutschland 1933; Olms Verlag; 2008; ISBN: 978-3-487-13660-8. Image: Erlangen in Verzeichnis „Verbrannte-Orte“. 
Geo-politics
In the middle of October 2023 we witness the unexpected and unwanted rise of the geo-political importance of the European Union. First, after the aggression of Russia to realise a huge land grab on Ukrainian territory, the European Union managed to define its new geo-political role in supporting the Ukrainian struggle of independence and freedom versus Russian oppression. This means continuous support of several forms: humanitarian, supporting infrastructure like energy and food supplies as well as military equipment for defensive purposes. Achieving our own strategic autonomy means decoupling from energy supply from Russia despite huge investments to build interdependence particularly by Germany or Finland. Additionally, strategic autonomy means relying on international partners that share our values and quest for sovereignty. Supply chains for production systems have to be re-organised to ensure independence even in military conflicts.
A new role has become evident also in the attack from Hamas on the state of Israel. Historic links and responsibilities to the creation of the state of Israel have led the European Union to make its voice heard in the Middle East to limit escalating confrontations.
These changes in the geo-political role of the European Union have far-reaching implications internally as well as in its external relations. Some have been spelt out by Luuk van Middelaar (2022, adviser to Herman van Rompuy) in his lectures “Le réveil géopolitique de l’Europe”. In the introduction he makes clear what are the 3 major elements of the geo-political wake-up for Europe: (1) power, (2) territory and (3) narrative. Europe has shunned away from its geo-political role as a powerful player. (1) Believing more in a peaceful role, a moderator, deviating from its colonial past, upholding the primary role of international law and justice, the European Union has been forced by external powers disrespecting these premises to enter into various international border conflicts as a power in its own right. (2) Questions of territory matter most, if they are challenged by powerful neighbours who are not inclined to respect international law. Even uncontrolled migration is part of this disrespect of territorial integrity. (3) Speaking in the name of a whole community of countries who share the same values, gives a convincing force to be able to overcome national particularities and predilections.
However, the European Union’s new geo-political role has to be carefully communicated not only to the outside world (it is in no way thought to be offensive), but also internally. For example, the budgetary implications of the geo-political role need to be communicated to the electorate and public opinion(s) in Europe. Do not forget to carefully prepare the whole population on this new role.
Donald Tusk held steady to counter claims from the PIS-leaders in Poland to reduce the geo-political role of the European Union. Many countries and people sharing our values are eager to see the European Union to accept this new geo-political role to defend human rights, internal law and justice. (Background reading: Middelaar, L. v. 2022. Le réveil géopolitique de l’Europe. Paris : Collège de France. doi :10.4000/books.cdf.12770 ). Image: Extrait LeMonde diplomatique 2019-11) for discussion. 
Publishing in War
The right to publish without censorship is one of the first rights that suffers during wars. This has been the case since warfare has used communication as a strategic weapon. Therefore, it is important to research the often, subtle forms of control and censorship applied before and particularly during each war. The printed press was the prime target due to the scope of readers that can be reached timely and repetitively. From the history of how to silence critical voices we can learn about the proceedings, which even today find lots of authoritarian regimes copying these methods.
Using many illustrations from the 1st and 2nd world war in Belgium, 3 major forms of resistance to censorship become apparent. (1) The most obvious is closing down a newspaper rather than endure censorship and thereby being forced to contribute to war propaganda. (2) With risk to their own life, many people in the resistance movements relied on information to actively counter the worsening conditions of life and oppression of opinions or criticisms. (3) The third way at these times consisted in quitting the active contributions, but it incurred the danger that in fact the newspaper continued to appear as before, although with lenient journalists and editors. Today we would frame the latter form of continued appearance of a journal as “continued as fake news”. However, the issue is more complicated than that. Apparently, the readership needed still access to vital information of how to get access to food stamps or other day-to-day necessities including distraction from the horrors of war as it became an enduring feature of life.
This is my short summary of the inspection of some of the historical newspapers that are available with online access and the most valuable summaries provided by Emmanuel Debruyne and Fabrice Maerten in their blog entries on the overview pages linked to the “Belgian War Press” project. These are also valuable sources that hint at war crimes committed at these times as the collaborating press did not shun away from bragging about crimes. The clandestine press was also important to coordinate the various resistance movements and spread ideas of how contributions could be made to weaken the occupying criminal forces.
At times of communication via internet, in addition to the printing press, the war of communication needs much more resources above all digital-savvy resistance movements. A huge task to train people time to enable them to identify fake news and careful exercise of spreading correct and verified information nowadays.
Image Source: Extrait du « Bulletin Intérieur du Front de l’Indépendance », daté 15-11-1942, CEGESOMA BG85, Brussel. 

