The documentation centre “Topography of Terror” in the middle of Berlin is easy to reach. The “Potsdamer Platz” is nearby and so is the “Kulturforum” with its galeries, museums and the “Berliner Philharmonie”. The documentation centre gives easy access to the historical evolution of Nazi-dictatorship from the earl beginnings, the horrific terror spread across Europe and first insights into the prosecution of criminal acts in the immediate post-war period. The Beyond the exhibition with audio-guide there is an easily accessible specialized library for personal or scientific research. The accompanying program of book presentations and discussions (image below) complements the busy show rooms. The external “walk through history” allows to grasp the main proceedings of the terror regime.
For special interest or research questions it is a very useful starting point. Hours in the library have to complement the research. Good to see that so many students walk through the documentation centre not only in groups from the neighbouring schools. The interest to understand when and how the terror started will allow us to better guard against those right-wing extremists who use a lot of techniques of propaganda well known and exposed in this documentation centre of the terror of the Nazi-regime. 
Zwangsarbeit
Die Annäherung an das Thema Zwangsarbeit ist nicht einfach. Auch heute prangern wir zu Recht Zwangsarbeit egal wo auf der Welt an. Die mit weitem Abstand grausamste und umfangreichste Durchführung von Zwangsarbeit haben die Nazis in Deutschland und von ihnen besetzten Gebieten vollzogen. Neben den Schrecken der Konzentrationslager mit dem millionenfachen Mord an Menschen jüdischer Abstammung ist die Aufarbeitung der Verbrechen in Zusammenhang mit der Zwangsarbeit lange in den Hintergrund getreten. Selbst die Zeitzeugen wie Francois Cavanna (2020, S. 10-11) vertraten die Ansicht, dass im Vergleich zu den Ermordungen und Kriegsopfern ihre Erfahrungen und Leiden im Zusammenhang mit der Zwangsarbeit in den Hintergrund traten. („… cela me rendit plus modéré dans l’expression de mes souffrances. … nous ne pouvons que fermer notre gueule. Ce que je fais. »).
Neben der systematischen Ermordungsmaschine der Konzentrationslager in der NS-Zeit verdient das millionenfache Leid und die Terrordrohungen und Anwendungen der Nazi gegenüber den ZwangsarbeiterInnen eine angemessene Bedeutung. Das Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit in Berlin Schöneweide bietet dafür eine hervorragende Ausgangsbasis. Die Ausstellung ist für alle Altersgruppen geeignet. Behutsamer Einstieg für Schulklassen ab der 5. Klasse und zum Nachdenken anregend für Erwachsene mit Informations- und Lerninteresse. Das Ausstellungskonzept mit seinen vielfältigen biografischen Materialien von Zeitzeugen erleichtert, neben der Faktenfülle, einen emotionalen Zugang zum Thema. Online lässt sich beispielsweise die Verteilung der Zwangsrekrutierten die Arbeitsdienst leisten mussten je nach Stadtviertel oder sogar Straße verfolgen (Link Datenbank und Map).
Die Löhne für deutsche ArbeiterInnen und Ost-ArbeiterInnen aus den osteuropäischen besetzten Gebieten waren fast zehnmal höher. Die in westlichen Besatzungsgebieten zwangsverpflichteten Personen oder selbst anfänglich mit scheinbar höheren Löhnen als vor Ort (Organisation Todt) üblich angeworbene Personen erfuhren die spätere Abwertung ihrer Entlohnung. Es bleibt die Betonung auf Zwang, Terror und Einschüchterung bei der Zwangsarbeit meistens in menschenunwürdigen Massenbaracken aus industrieller Massenproduktion. Einstieg in die Erfahrung: NS Zwangsarbeit Dokumenteationszentrum. 
100 x 100
It is the horrible tragedy that Hamas terrorists after more than 100 days hold still more than 100 hostages. We shall never forget. Just like the terrorists taking hostages 51 years ago during the Munich Olympic games 1972. I believe it is about time to remember Winston Churchill’s famous words with a few changes, if I maybe allowed: “We shall never surrender. We shall fight terrorists on land and on sea. We shall fight them in the air and underground, in space if we need to.” This is part of not forgetting terror and staying alert to looming risks. For some the painful memories last their whole life long. Others, far too many, just forget, or worse, deny the facts. 
On Justice
Justice is a topic a bit like democracy. Most people deem it possible to simply state something is just or unjust, democratic or undemocratic, black or white. Rather than such a binary perspective it is often more helpful to take the pains to differentiate the many facets of each term and the complexity to categorize or to subsume a case under one or the other label.
Additionally, there is an evolutionary perspective on these topics. Individual cases evolve in form of trajectories. The binary view of justice or no justice might become more clear or more blurred. The exhibition of the “Topography of Terror” in Berlin offers a well established and documented view of the NS-terror during the years 1933-1945. The examples of horrific injustices throughout the exhibition are abundant. To perform justice is a much more difficult exercise and encounters lots of impediments.
In January 2024 Christl Wickert presented her extensive research in archives which she published in the Metropol Verlag 2022 under the title “Keine Gerechtigkeit. Die ungleiche Unterstützung des KZ-Überlebenden Fritz Bringmann und des SS-Mannes Walter Filsinger nach 1945”. (engl. title and image below). Christl Wickert follows the life courses of the young Fritz Bringmann, prisoner in KZ Sachsenhausen and Neuengamme as of 17 years of age, and the life course of the SS member as of 17 years of age and SS soldier Walter Filsinger. Their life courses crossed at the concentration camp Neuengamme near Hamburg and perhaps later again in Hamburg Bergedorf. Whereas Fritz Bringmann had to struggle to get compensation for his injuries during imprisonment, Walter Filsinger managed through multiple manipulations of documents and dubious support from administrators as well as medical doctors to obtain war victim benefits.
From life course research we know that early disadvantages are hard to compensate throughout the following decades. This juxtaposition of 2 cases localised in the neighbourhood of Hamburg demonstrates this with full force. Injustice at the early stage of the life course is not compensated but rather magnified through the handling of each case through the proceedings of “administrative justice” in the institution building in the first few decades of the Federal Republic of Germany. The “thick description” as a scientific method is a lesson in unfolding as well as later on unravelling injustice. 
Flotow Hund
F. v. Flotow hat seine letzten Jahre in Darmstadt verbracht. Seine Kompositionen und Aufführungen seiner Werke haben ihm ein hinreichendes Auskommen an seinem Lebensabend ermöglicht. Als früher Streiter für Autorenrechte an kompositorischer Arbeit wusste er wie wichtig solche Bezüge im höheren Alter waren. Für viele in der damaligen Gesellschaft galten Komponierende als Künstler mit hohem Verarmungsrisiko. Bis kurz vor seinem Tod hat Flotow noch neue Werke komponiert. Das Lied „Der blinde Musikant“ von 1884 wird als das letzte veröffentlichte Werk bezeichnet. Den sterbenden Musiker begleitet sein Hund, der ebenfalls Teil der Aufführungspraxis war. Die einleitende und abschließende Komposition im 3/4 Takt hat eine tänzerische fast humoristische Prägung, die vielleicht eine Anspielung auf seinen Hit „Die letzte Rose“ darstellt. Eine irische Melodie zu einem vom Hund getanzten Begräbnis hätte eine opernhafte Leichtigkeit erzeugt, die nicht vielen im Angesicht des Todes gegönnt ist. Hunde mag ich nicht, aber den da schon. Flotow vertraute sicherlich selbst bis zu seinem Tod auf die Macht der Musik. Sich selbst dabei nicht zu ernst zu nehmen, nachdem sein Freund Jacques Offenbach kürzlich vorher verstorben war, lässt sich hier erkennen. Da bleibt ein gewisser ironischer Begleitton oder zumindest ein Augenzwinkern. (Image Digitale Sammlung der Staatsbibliothek Berlin Auszug Flotow Musiknoten 2024-1).

Kriegsenkel
Bereits in 2009 folgte das Buch „Kriegsenkel – Die Erben der vergessenen Generation“ auf das Buch über die Kriegskinder 2004 von Sabine Bode. Im Vorwort zur 9. Auflage in 2014 wird deutlich wie sehr es weiterhin nötig ist, sich mit Familienlegenden und Familienbeziehungen zu befassen, wahrscheinlich auch wegen des lieben Familienfriedens willen. Selbst etwas überraschend berichtet Sabine Bode, dass so viele Kriegsenkel das Buch über die Kriegskinder gelesen und diskutiert haben. Es ginge dabei nicht um Schuldzuweisungen, sondern eher darum, sich über eigene Verunsicherungen, Unausgesprochenes und bisher Unbewusstes klar zu werden. Sabine Bode schreibt über die „Familiengespenster“ oder wie der Titel des ersten Kapitals heißt. „Gespenster aus der Vergangenheit“. Otfried Preussler mit seiner Mitläuferbiografie hat mit dem kleinen Gespenst versucht, eine positive Wendung für Familiengespenster, zumindest als Fiktion zu generieren. Der Versuch einer beispielhaften Immunisierung gegen NS-Versuchungen bringt dann sein etwas düsteres Buch Krabat.
Sabine Bode interviewte auch die Kriegsenkel und berichtet von einem bei vielen vorhandenen „verunsichertes Lebensgefühl“. (S.21). Sicherlich ist die sexuelle Revolution in den späten 60er und 70er Jahren viel daran beteiligt, dass die Kriegsenkel weniger und viele keine Kinder bekommen. Dennoch lässt sich nicht ausschließen, die Verunsicherung der Kriegsenkel hat ebenfalls zu dem Rückgang der Geburtenraten beigetragen. Das ist allerdings kein einfaches empirisches Unterfangen. Starke Rückgänge der Fertilität in Kriegsalliierten Nationen Japan und Italien weisen in eine vergleichbare Richtung, aber es lassen sich auch Gegenbeispiele aufführen. Verunsicherung der Identität der Eltern kann sich noch bei den Kindern als Orientierungslosigkeit äußern. Bode zitiert selbst (S.22) aus einem Theaterstück von Fehling über das Beziehungsgefälle zwischen Kriegskinder und Kriegsenkel. Die Enkelin gesteht darin etwas frustriert, Sorgen macht sich ihre Mutter gerne, „aber immer nur um sich selbst“. Anders als intrinsisches Mitgefühl eignet sich das Kriegskind lediglich die Missgeschicke der anderen an, sozusagen in der Relevanz für sie selbst. Weitere anekdotische Evidenz dazu weist auf einen hohen Wiedererkennungsgrad dieser Geschichte hin. „Risiken und Nebenwirkungen“ eben auch für die Kriegsenkel und Kriegsenkelinnen.
Narratives
In psychology it is a long-established field to study narratives of persons as they age. To make sense of individual narratives might even be considered as one of the foundations of psychological research since its starting times. “The Cambridge handbook of cognitive aging : a life course perspective” has 2 entries that enlighten the issue of personal life stories or narratives. We have to consider the importance of our personal past to the construction and reconstruction of our personal narratives. As persons age reconstruction of narratives becomes a more frequent exercise as life experiences and new evidence continue to accumulate. The chapter on “narratives and identity” supports the view of plasticity in old age, which means that narratives and identity are an adaptive process. “Processes of evaluation and reinterpretation of personal memories enable people to maintain a sense of self”. The importance of recalling personal life events and positive self-regard is a well-established link in this research tradition. The self-memory system consists of the autobiographical memory, the self-concept and the working self as its components. It is evolving in most persons as part of the construction and reconstruction of the self, as well as narratives of it.
As persons age our brain and memory functions age as well. This starts earlier than most people expect. “Many studies in gerontology have shown that being able to remember, evaluate, and integrate personal memories and thereby dynamically maintain identity is related to mental health and well-being in later life (Westerhof et al., 2010).” (p.392). Reconstruction of narratives is a process that is hard work for our brain, therefore as people age many seem to shun away from these tasks. It is easier to clinch on to the old narratives of the self.
The chapter on emotion recognition and aging of the social brain summarises the research (p.369) by Ruffman et al. (2012, 2016) which shows that older persons were not as good as young persons to detect lies due to difficulties with emotion recognition. “Finally, we examined right-wing authoritarianism (Ruffman et al., 2016), that is, the tendency to hold conservative social attitudes (e.g., believing that women should have to promise to obey their husbands when they get married). Older adults had more pronounced right-wing attitudes than young adults, and even within the older adult group, these attitudes were entirely explained by their worse emotion recognition”.
The causal link, however, is less clear. The positivity bias in old age might be a major factor. The positivity bias describes the fact that older persons prefer to look at positive stimuli and avoid negative stimuli. The evidence is rather inconclusive about this effect. Probably persons have a positivity bias all along their life course as part of their personality traits. The other explanations of brain region decline and activation seem to receive a bit more empirical support (p.375). In any case, men seem to be even at higher risks.
Archives of personal diaries, letters, correspondence of persons are a valid additional source to study the process of the construction and reconstruction of the self. Biographical accounts of life histories serve as empirical material to analyse narratives and historical validity of narratives. The better the story, the more scepticism should be applied. 
Human Rights
At times of war it is even more important to highlight the importance of respect of human rights. Russia continues to bombard civilians and destroys infrastructure that heats and feeds millions of people. Hamas in the Middle-East has killed more than a thousand civilians in Israel. Pushing violence beyond limits without respect of basic human rights is a very dangerous path for all human beings. Structures within each society need to take care of respect of these limits. The rule of law is fragile in authoritarian states or outright discarded. This makes human rights violations especially in wars or warlike conflict even more likely. The Human Rights Film Festival Berlin attempts to raise awareness to the facts of human rights violation wherever they occur across the globe. Following the link you have a chance to view some of the films online. The online flipbook allows to turn the pages of the magazine, which accompanies the film festival and provides a lot of additional information on the various categories. The section on the deep fakes is demonstrating how the use of fake news and fake images have an influence on us. The intensity of such fake news usually rises when elections approach in democracies. European elections will be seriously endangered through this kind of interference by Russian computerized disinformation networks and China is catching up on such misuse and systematic blocking of free information to its citizens. We shall have to be even more attentive to details in information and misinformation campaigns. Trusted websites and information channels of mass media have to step up their cybersecurity defences. Even small sites like this one have a responsibility to guard against abuses. In opening up the comments on the blog entries only for some time had the consequences of deleting “hundreds” of spam entries and undercover advertisements offering links to malicious sites.
Filtering such spam is a professional task and has relatively high costs involved. A potential threat to the freedom of opinion and freedom of speech. Support for film makers and documentalists is important to strengthen the support of human rights.(Image: Human Rights Festival Magizine p.18 by Jenny Brunner, HateAid)
Lebensverhältnisse
Wie weit sind wir mit der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West im Jahre 33 der Wiedervereinigung. Berlin liegt ja immer noch mitten im Osten der Republik. Da sollten sich im Osten der Stadt die Veränderungen seit der Wende bis zur Zeitenwende 2022 studieren lassen. Gebaut wurde viel. Das war, was viele vergessen haben, für Personen, die in der Nähe wohnen oft eine ziemliche Belastung. Wenn die Gebäude oder Infrastruktur dann endlich errichtet sind, denken wir, jetzt kehrt der Alltag wieder ein. Doch das ist oft weit gefehlt. Nehmen wir mal als Beispiel den neuen Bahnhof Gesundbrunnen in Berlin Nord. Alles neu, ein paar undichte Stellen am Dach, sonst funktioniert der Umsteigebahnhof recht reibungslos. Ein großes Einkaufszentrum in der Nähe mit den üblichen großen Handelsketten. Im Bahnhof wird der Reisende mit McDonalds Fastfood und einem Biomarkt empfangen. Das sieht eher nach Westen aus. Es gibt sogar keine Currywurst mehr in der Bahnhofshalle. Kulturschock für einige. Dazu noch die Abfahrten mit internationaler Destination jenseits der sowjetischen Großfamilie der kommunistisch verbundenen Länder.
Fotos können diese Eindrücke oft besser verdeutlichen als viel Text. Daher die kleine Bildergalerie mit Eindrücken aus dem Oktober 2023 nahe Berlin Gesundbrunnen. Das Einigungsdenkmal aus dem Jahr 1967 steht auf dem Flakturm im Park direkt am Bahnhof. Es bleibt noch viel zu tun bis die Teile wirklich zusammengewachsen sind und vergleichbare Lebensverhältnisse erreicht sind.
Frauen! Leben! Freiheit!
Das Schicksal von Jina Mahsa Amini ist vielen bekannt. Die Ermordung in der Haft hat weltweite Aufmerksamkeit auf das Schreckensregime im Iran geworfen. Im Oktober 2023 ist nun die Kämpferin für Freiheitsrechte im Iran Narges Mohammadi auch stellvertretend für die vielen inhaftierten und ermordeten Frauen mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt worden. Sie hat bereits viele Jahre einer zehnjährigen Haftstrafe im Gefängnis verbracht und schwere Misshandlungen erfahren.
Das Buch mit dem deutschen Titel „Frauen! Leben! Freiheit!“ ist als Rowohlt Taschenbuch im September 2023 erschienen. Es dokumentiert ihren unablässigen Kampf für Frieden und Freiheit nach ihrer rechtswidrigen und willkürlichen Verhaftung. Bereits auf dem Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) im Mai 2023 hatte die Vorsitzende des DGB Yasmin Fahimi eine Resolution vorgebracht, die die Solidarität mit den Frauen im Iran nachdrücklich betonte. Missachtung grundlegender Menschenrechte wurde verurteilt und mit überragender Mehrheit vom EGB beschlossen (Kurzvideo). Darin war sich Europa und darüber hinaus die ganze zivilisierte Welt einig. Jetzt mit dem Friedensnobelpreis für Narges Mohammadi und der weiten Verfügbarkeit der Buchveröffentlichung dazu (siehe Bild unten) können die Interviews mit den Frauen in der Gefangenschaft des iranischen Regimes auf Deutsch gelesen werden. Hinschauen, Nachlesen, sich für die Freilassung einsetzen, das bleibt unsere Verantwortung.
Gewaltloser Widerstand ist Aufgabe der Freiheitsliebenden. Leben retten von denjenigen die Leben schenken. Die iranischen Frauen kämpfen mit friedlichen Mitteln gegen eine unermessliche Gewaltherrschaft und Unterdrückung. In bescheidenem Ausmaß können wir mit unserer Aufmerksamkeit und internationalen Anerkennung diesen Frieden- und Freiheitswillen unterstützen.







