Email

Over a generation the association with the word mail or AI has changed. Younger generations will automatically think of email as the obvious association with “you have got mail”. Asking people for their mail address, most people will respond immediately with their email account. That has certainly changed over the last 20 years. Email has become extraordinarily important for contacts, content and “crime”. The original set-up of mail servers were supposed to exchange data and information between trusted and trusting individuals. Nowadays we have become “anyone” on an email-list or part of a cascading email-chain. Pishing emails that try to lure us to potentially fake webpages to enter personal information is widespread. A whole new industry of cybersecurity has evolved in parallel with ever faster pingpong of new threats and costly remedies. Most critical remains the human factor to protect email and vital information from abuse. All training to better manage email should therefore begin with awareness building on the need to take cybersecurity seriously right from the beginning. It is not an issue to deal with towards the end of learning about it. Some general points have become common practice. Think carefully if you need to open the mail. Check whether there are external links in it. Do you really need this extra information? Be careful about the number of persons you forward or put in the copy field of your mail.

Unfortunately the simple mail transfer protocol (SMTP) makes it technically fairly easy to abuse email addresses and send an email from a domain name which you do not own. Same holds true for the content of emails. Originally only basic letters and numbers were allowed, no Umlaut etc. But then the “multipurpose internet mail extensions” (MIME) enabled more formats of attachments and illicit links and files within the email content.

In consequence it became necessary to scan emails en masse for malware and obnoxious content. Hence the quality of your email programs reveals itself with the amount of spam you still receive. Next come the email filters that sort your inbox for spam and other modern plagues like unwanted newsletters or notifications.

In consequence we sometimes wonder that we never received certain emails albeit the person sending it reiterated that the email was sent. Even checking your spam folder in the email program might not solve the issue because your receiving email server has been instructed not to accept emails from previously unknown mail servers. Not much you can do about this as an individual person, you mail server is just not on the so-called white list from which to accept incoming emails.

With a mail address from the big national or international companies you have little to worry about in this respect. Smaller companies or organizations might suddenly face a thorny issue if their i@xy.z address appears on a dubious list. You will end up sending but nobody receives your emails. It might take you quite some time to find out about it and even more to fix the issue. Hence the take home message is, have more than one email address registered on different mail servers to check that sending out and receiving emails works properly for you. Managing an own webpage with email service for members or employees is a nice service, but beware of the implications for cyber security as well.

Once upon a time we drafted letters to 1-2 friends 🫠

Diplomatin

Der Roman von Lucy Fricke über Diplomatie und Diplomaten ergänzt in recht unterhaltsamer Weise die eher trockene und abstrakte Literatur zur internationalen Politik. Gute Bettlektüre für den politisch interessierten Menschen, der gerade im Urlaub ist. Diplomatie schläft nicht und macht wenig Urlaub. Urlauber dagegen machen den Diplomaten oft ganz schön zu schaffen. Die geduldigen Mittel und Wege der Diplomatie sind nun wirklich nicht jeder Frau oder Manns Sache. Wenn sich Emotionen einmischen wird die diplomatische Herausforderung zu einem nahezu unauflöslichen Konflikt. Diskretion und Verschwiegenheit sind elementar in diesem Beruf. Geduldsproben an der Tagesordnung, ständig und bei allen Dienstgeschäften. Ein nachvollziehbarer Einstieg in diese Berufswelt in Form eines Romans sollte Pflichtlektüre für alle sein, die sich diesem Berufsfeld oder der Aufgabe annehmen wollen. Gut, dass es eine Diplomatin beschreibt. Das gibt eine erfrischende neue Perspektive. Vielleicht auch Anregung über eine feministische Aussenpolitik nachzudenken.

Wenig beleuchtet werden die politischen Umstände, die nur als Staffagen für die Erzählungen herhalten müssen. Taksim Platz samt Wasserwerfer interessiert wohl nur am Rande. Das ist schade, weil es verpasste Gelegenheiten sind, Menschenrechtsverletzungen zumindest kurz anzusprechen. So kratzt die Erzählung nur an der Oberfläche von Personen und dem wirklichen Geschäft der Diplomatie. Aktion in den Vordergrund zustellen ist gut für die Story und Verfilmungen, aber der Kern der Diplomatie muss anders aussehen. Etwas Heimaturlaub konfrontiert die Diplomatin dann erneut mit der weitreichenden Gleichgültigkeit gegenüber der diplomatischen Arbeit. Leben organisieren und Aufräumen bleiben auch im Privatleben der Diplomatin eine Herausforderung der Work-life balance.

Wessen Wetter

Wessen Wetter ist es denn? Mitten in einem Gewitter deklamieren Leute heute noch, “Um Gottes Willen“! Selbst in 2023 vereinen sich Leute und beten für Regen. Dabei wissen wir längst, wie der Regen entsteht, Feuchtigkeit in Wolken über weite Strecken zieht und schlußendlich als Regen über uns kommt. Dafür haben wir Dächer vorgesehen, mehr oder  weniger solide und dicht. Regenwasser sammeln, sickern lassen, Rückhaltebecken erweitern; das sind alles Vorkehrungen gegen größer werdende Unwetter des menschengemachten Klimawandels. Beten sowie Meditieren kann dem Einzelnen helfen, sich zu fokusieren und Kräfte zu sammeln. Gemeinschaftserlebnisse stärken Resilienz.
Wetter ist in der Tat eine tägliche Art von Gemeinschaftserlebnis, oft lokal begrenzt, aber meist regionenspezifisch und manchmal ein landes- oder gar europaweites Phänomen. Neben den staatlichen Meteorologischen Instituten gibt es bereits immer mehr “citizen science” Projekte zum Wetter. Das belgische Beispiel (s.u.) zeigt eine Vernetzung von Bürgerinnen, die Spaß und Interesse am Wetter und am Teilen sowie Partizipieren haben, kann das Messstationsnetzwerk der staatlichen Wetterdienste erweitern und eine alternative Vorhersagemöglichkeit bieten. PollenAPPs nutzen ebenfalls die Leidensstärke von allergischen Personen, um ihre Pollenbelastung spezifischer zu erfassen und Prognosen zu verbessern.
Ciitzen Science ist ebenso ein wechselseitiger Lernprozess, der das Wissen und Methoden einzelner Wissenschaffenden quasi basisdemokratische “bottom up” Wissenschaft gegenüberstellt. Stärken und Schwächen der jeweiligen Vorgehensweisen müssen untersucht werden, besonders mit Blick auf “fake news” oder “fake data”. Nicht nur erschreckend viele Forschende in der Wissenschaft produzieren “fake data and science” (Sabel et al. 2023) für fragwürdige Reputation und Karrieren. Bürgerinnen, die Daten sammeln und eigene Analysen, Vermutungen oder Hypothesen vornehmen, können Wissenschaft erweitern, andere ermuntern und wertvolle, viele, kleine Beiträge leisten.
Schwarmintelligenz beim Wetter praktizieren bereits die Schwalben. Das könnten wir vielleicht von diesen lernen. Bei Vervier in Belgien sowie an der Ahr in Rheinland-Pfalz sind mehr als 100 Menschen gestorben, wegen unpräziser Vorhersagen und Verzögerungen bei der Übermittlung der akuten Gefahrensituation.
Citizen Science kann Leben schützen, genauso wie es andere dringend nötige Freiwilligendienste bereits bewiesen haben. Das sind mal ganz andere vielfältige, bunte Wetteraussichten.

Wetter

Heute ist jede/r ein Hobby Meteorologe/in. Vor länger Zeit scherzten wir noch: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich’s Wetter oder es bleibt wie’s ist. Das zwar heute immer noch richtig, aber die Wettervorhersagen für den Hobby-Wissenschaffenden sind komplizierter geworden. Der niederländische Wetterdienst berichtet, täglich fallen 500 Gigabyte an Meteo-Daten an. Damit wäre unser Mobiltelefon dann schon mal längst voll, jeden Tag von Neuem. Wir nutzen meistens nicht nur eine App, sondern eine mit Regenradar („Rain today?“), stündliche Windvorhersage („Windfinder“), fürs Drachenfliegen oder Kiten, Pollenflug („Pollen“) nicht vergessen, sortiert nach persönlichen Allergenen.
Wer es dann noch etwas wissenschaftlicher möchte, der benutzt die aufbereiteten Daten in Frankreich, die gleich die 25-jährigen Durchschnitte mit Tagesverläufen der Temperaturen samt Höchst- und Tiefstwerten. Damit lässt sich dann vorzüglich fachsimpeln zu Erderwärmung, Klimawandel und Traumreisen nach Cannes (Nizza) mit seinen viel zu hohen Durchschnittstemperaturen im Sommer 2023. „Homo faber“ von Max Frisch lässt grüßen, nur ist es kein Fotoapparat, sondern das gleich mehrmals tägliche Ablesen der Außen- und Innentemperaturen, samt Luftfeuchtigkeitswerten und Informationen diverser Apps. Nach diesen Akten, Fakten und Datenstudium lässt sich die tägliche Ankleidungsentscheidung treffen. Kurze oder lange Hose, Regenjacke, T-Shirt oder Pullover. Vielleicht gehen wir auch einfach zur Arbeit oder nach draußen und genießen die Abwechslung. Das Wetter ändert sich, meist ohne unser Zutun oder Abschätzung. Genug gekräht und wieder runter vom Mist.