« Moi aussi, comme les peintres, j’ai mes modèles ». So beginnt ein Gedicht von Jacques Prévert. Ein Klassiker der französischen Poesie. Prosagedichte sind eine Gattung der Gedichte, die in kurzen Texten einen Moment oder Augenblick einfangen und sublimieren. In diesem Genre publiziert Philippe Delerm seit Jahren prosaische Gedichte. Der in 2023 erschienene Band „Les instants suspendus“ reiht sich ein in die Sammlungen von Momentaufnahmen, die sprachlich veredelt die Wahrnehmungen schärfen und sie zum Salz des Lebens werden lassen.
Für Weinliebhabende drängt sich die Assoziation „vendanges tardives“ (späte Lese) auf. Während wir in deutschen Weinanbaugebieten ganz nüchtern die zu erreichenden Öchsle für die Spätlese zählen, verbindet Delerm mit den „vendanges tardives“ „une jeunesse prolongée, glissant vers la mélancolie, et célébrant mezza voce le mariage de l’automne et de l’été “. (2023, S.87).
Die Sammlung „Les instants suspendus“ – auf Deutsch vielleicht „Momente, die schweben“ bietet zahlreiche, aufheiternde und, ja auch erhebende Augenblicke, die trotz der Intensität der Schilderung für viele Menschen Anknüpfungspunkte bieten. Übersetzen lassen sich die Szenen schon, aber es schwingt bei den kurzen 200-300 Wörter umfassenden Texten viel französisches Flair mit.
Bei „Commander l’eau“ wird „Le bruit de l’eau dans la bouteille devient chant“. Wasser einfüllen ist Musik. Oder, « Le moteur de la deux-chevaux », der Motor des 2 CV, « c’était humble et c’est devenu chic », das war bescheiden und ist schick geworden. (S.82). Das federnde, schwebende Fahrgefühl wird bei Delerm ein „accord prolongé“, zu einem nachwirkenden, verlängerten Akkord.
Aus dem Netz der Spinne (toile d’araignée) wird der Stern der Spinne (étoile d’araignée) auf Seite 101. Fast alle hätten diesen Versprecher schon gemacht, aber es ist einer der Wenigen, den die Erwachsenen nicht berichtigen.
Lassen wir den Kindern ihre „instants suspendus“, ihre Momente der Poesie.
(Image: Innenansicht und S.9 Anregung Proust zu lesen im Vorspann). 
Dramen
Jon Fosse hat bereits viel Erfolg mit seinen Dramen gehabt. Wahrscheinlich können wir sein umfangreiches Werk mit der Kenntnis von Ibsens Dramen und Becketts Dramen besser verstehen, falls Verstehen überhaupt eine relevante Kategorie ist Fosses Werk. Durchaus vergleichbar mit Beckett hat Jon Fosse früh schon erfolgreiche Aufführungen seiner Theaterstücke neben seiner norwegischen und skandinavischen Heimat in Frankreich. In Deutschland hat der Regisseur Thomas Ostermeier seine Werke in Salzburg und Berlin vor ca 20 Jahren bekannt gemacht.
Suzanne Bordemann beschreibt in ihrem Buch zu der Rezeption von Jon Fosse, wie der schriftstellerische Werdegang des Kunstschaffenden verlaufen ist. Interessant ist dabei die weniger bekannte Ausgangsbasis Fosses als Herausgeber der Literaturzeitschrift Bok oder seine literaturtheoretischen wissenschaftlichen Aufsätze. Selbst seine Tätigkeit als Übersetzer von Dramen aus dem Deutschen und dem Englischen hat sicherlich zu einer Ausprägung von Sprachfertigkeit geführt, die uns heute noch einzigartig erscheint. Schreiben hat enorm viel mit Lesen und stetigem Arbeiten an Texten vielfältigster Art zu tun. Dieses literarische Gesamtkunstwerk ist sicherlich Grund für die höchste Auszeichnung des Gesamtwerks mit dem Nobelpreis für Literatur.
Aus Stille lernen heißt dann für mich, Jon Fosse selbst zu Wort kommen zu lassen. Das hat Suzanne Bordemann in ihrem 2. Kapitel vorgemacht. Als Auszug möchte ich 2 Seiten (S. 26-27) zitieren, die für mich besonders aufschlussreich waren. Sicherlich Grund genug für eine intensivere Befassung mit diesem umfassenden Werk. 
Stille
Die Würdigung zum Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie 2017 wurde gemeinsam an Jon Fosse und Hinrich Schmidt-Henkel vergeben. In 2023 kennen viele sicherlich den jüngst gekürten Literatur Nobelpreisträger Jon Fosse. Der Preis für Poesie aus Münster hat gleichzeitig den Übersetzer ins Deutsche mit dem Preis bedacht. Personen, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen oder leben, sind mit der Thematik der Übersetzung hinreichend vertraut. Dennoch ist die Übersetzung von Literatur und Poesie eine spannende Herausforderung.
„Diese Stille herbeischreiben“ ist der Buchtitel in dem sowohl ausgewählte Beispiele der Poesie von Jon Fosse auf Norwegisch, als auch die Übersetzungen dokumentiert sind. Die einleitenden Beiträge über die Kunst und das Handwerk der Übersetzungen verdienen ebenfalls eine Aufmerksamkeit, da dort die neben Wortschatz, Syntax, Grammatik, Stil auch über den Duktus oder die Haltung des Autors zu seinem Inhalt gesprochen wird. Unmittelbar nach der Begründung der Jury für die Preisverleihung ist das Gedicht „denne uforklarlege stille“, übersetzt mit „diese unerklärliche stille“ abgedruckt (S.70). Dieses Gedicht endet mit den Zeilen:
„Das ist was wir immer wieder erzählen sollen
und was nie erzählt werden kann
Das ist was wir sind und tun“
Jon Fosse ist es gelungen, diese Stille herbeizuschreiben und Hinrich Schmidt-Henkel hat die Herausforderung als ästhetisches Projekt (S.32) gemeistert, sich die Freiheit der Wortwahl zu nehmen und gleichzeitig dem Original treu zu bleiben.
Schon lange bevor es die Übersetzungs-KI gab, war die Kunst der Übersetzung nicht nur das „Was zu schreiben ist, … und das wie zu schreiben ist“, sondern „auch die Kategorie der Haltung“. (S. 33-34).
Der Begriff der Haltung wir sicher deutlich an dem für Jon Fosse so wichtigen Begriff der Stille. Eine beredte Stille ist zu einer gängigen Redewendung geworden. Wind gehört im norwegischen Kontext zur Stille dazu. Bald wird dröhnt es bei uns wieder in der Vorweihnachtszeit aus den unglaublichsten Ecken „Stille Nacht, …“. Meditation und Stille ist in Religionen ebenfalls allgegenwärtig.
Stille üben fällt schwer. Ein solches Konzept von einer Sprache und Kulturkreis in einen anderen zu übersetzen ist Meisterwerk. Das werden wir noch lange nicht der künstlichen Intelligenz überlassen können. Frage an ChatGPT: „Was ist Stille?“ – … KI: „Stille ist …!” –
Oh just shut up, it was a rhetorical question. 
Kriegsenkel
Bereits in 2009 folgte das Buch „Kriegsenkel – Die Erben der vergessenen Generation“ auf das Buch über die Kriegskinder 2004 von Sabine Bode. Im Vorwort zur 9. Auflage in 2014 wird deutlich wie sehr es weiterhin nötig ist, sich mit Familienlegenden und Familienbeziehungen zu befassen, wahrscheinlich auch wegen des lieben Familienfriedens willen. Selbst etwas überraschend berichtet Sabine Bode, dass so viele Kriegsenkel das Buch über die Kriegskinder gelesen und diskutiert haben. Es ginge dabei nicht um Schuldzuweisungen, sondern eher darum, sich über eigene Verunsicherungen, Unausgesprochenes und bisher Unbewusstes klar zu werden. Sabine Bode schreibt über die „Familiengespenster“ oder wie der Titel des ersten Kapitals heißt. „Gespenster aus der Vergangenheit“. Otfried Preussler mit seiner Mitläuferbiografie hat mit dem kleinen Gespenst versucht, eine positive Wendung für Familiengespenster, zumindest als Fiktion zu generieren. Der Versuch einer beispielhaften Immunisierung gegen NS-Versuchungen bringt dann sein etwas düsteres Buch Krabat.
Sabine Bode interviewte auch die Kriegsenkel und berichtet von einem bei vielen vorhandenen „verunsichertes Lebensgefühl“. (S.21). Sicherlich ist die sexuelle Revolution in den späten 60er und 70er Jahren viel daran beteiligt, dass die Kriegsenkel weniger und viele keine Kinder bekommen. Dennoch lässt sich nicht ausschließen, die Verunsicherung der Kriegsenkel hat ebenfalls zu dem Rückgang der Geburtenraten beigetragen. Das ist allerdings kein einfaches empirisches Unterfangen. Starke Rückgänge der Fertilität in Kriegsalliierten Nationen Japan und Italien weisen in eine vergleichbare Richtung, aber es lassen sich auch Gegenbeispiele aufführen. Verunsicherung der Identität der Eltern kann sich noch bei den Kindern als Orientierungslosigkeit äußern. Bode zitiert selbst (S.22) aus einem Theaterstück von Fehling über das Beziehungsgefälle zwischen Kriegskinder und Kriegsenkel. Die Enkelin gesteht darin etwas frustriert, Sorgen macht sich ihre Mutter gerne, „aber immer nur um sich selbst“. Anders als intrinsisches Mitgefühl eignet sich das Kriegskind lediglich die Missgeschicke der anderen an, sozusagen in der Relevanz für sie selbst. Weitere anekdotische Evidenz dazu weist auf einen hohen Wiedererkennungsgrad dieser Geschichte hin. „Risiken und Nebenwirkungen“ eben auch für die Kriegsenkel und Kriegsenkelinnen.
Kriegskinder
Sabine Bode hat bereits in 2004 eine ausführliche Beschreibung und Berichterstattung zu Interviews mit den Kriegskindern, den 1930-1945 geborenen, vorgelegt. Die meisten haben lange, lange geschwiegen doch es ist ihr damals gelungen, einige aufschlussreiche Gespräche zu führen. Diese lassen sich mit den sehr unterschiedlichen Schicksalen nachlesen. Die vergessene Generation als Titel könnte vielleicht sogar treffender heißen die vergessende Generation. Die Verdrängung von unangenehmen historischen Wahrheiten wurde zu einem Dogma erhoben. Sabine Bode schreibt bereits in der Einführung: „Nun ist ja bekannt, dass Kinder auch extreme Lebensumstände hinnehmen, wie sie sind. … bis es mit den Normen der Aussenwelt in Kontakt kommt.“ (S.17). Erstaunlich aus heutiger Sicht ist laut Bode auch das Festhalten an „eigentlich unpassenden Gefühlen“ auch viele Jahre sogar Jahrzehnten danach noch als normal fanden und einige noch finden.
Sehr treffend formuliert es Sabine Bode, dass es weiterhin eine äußerst beunruhigende Angelegenheit ist, über die Erfahrungen zu sprechen. „Die Antworten liegen unter der Last von Schuld und Scham begraben, als Folge der Naziverbrechen, des Holocaust.“ Oft wird eine quasi Normalität berichtet, die jedoch in keinster Weise als solche von späteren Generationen so gesehen wird. Dieser Diskrepanz sollte sich mehr Aufklärung und Literatur widmen. Philip Sand hat dazu eine gute Abhandlung verfasst, die auch die Erlebnisse der Kriegskinder einschließt. Das laute Schweigen von Millionen von Kriegskindern bis hin zum Verdrängen und Beschönigen des Verhaltens ihrer Eltern vor und während der Kriegsjahre befremdet nachwachsende Generationen. Gerade das häufigere Verbreiten von menschenverachtenden Naziparolen im 21. Jahrhundert verlangt eine entschiedenere Aufarbeitung der Verbrechen und wie es dazu kommen konnte. Schließlich wurden aus vielen dieser Kriegskinder dann die Nachkriegseltern wurden.

Taxing Europe
From time to time it is helpful to compare basic tax rates, for example value added tax, across the EU to understand the different economic and social policy approaches. The range of VAT from Hungary 27% to Luxembourg 17% is astonishing and it does not really feel like we are together in a common market. Okay, the illiberal, authoritarian state of Hungary is taxing the most, a clear message to visitors from another European country that this authoritarian state is relying on tax on consumption of its own people and visitors to foot the bill of state expenditure.
It is also interesting to realise that some countries with lower VAT rates have disproportionate public debates about supposed tax burdens. Tax levels are a political choice and much depends on redistributive appropriate use of tax receipts to the benefit of all or specifically those most in need. The potential for redistribution to parents, children, pensions, the poor or green investments also relies to some extent on the overall budget. The most surprising thing is the absence of a debate about tax rates, the size of the tax base and the ample exemptions or reduced rates. Of course, most of us complain about income taxes, but we all agree that it is nice to see that someone is taking care of the abundant autumn leaves or lighting of streets in the darker seasons. Even Adam Smith wrote in favour of the “night-watch state” that assures sufficient security levels. Taxing Europe to ensure that this role of the state can be taken seriously is still a common denominator across Europe.
Image: own presentation based on EU-data from 2022 LINK.

Bidenomics
Some American presidents become famous due to specific economic policies they managed to formulate, get approved and implemented them. Reaganomics, of previous U.S. president Ronald Reagan, was coined in connection with an open market doctrine, favouring monetary policy instead of fiscal stimuli. Bidenomics, of incumbent president Joe Biden, is characterised by his “produce in America”, Inflation Reduction Act, and fiscal stimulus provided for green and social investments.
Whereas Reagon sat more with bankers and central bankers, Biden is keen to stand with unionised workers even on the picket line. Investments that favour good jobs, jobs that apply pay scales agreed upon through collective bargaining are part of the Bidenomics that seems to work to raise the wages of the middle-class people. In the medium-term there might even be effects to lift the lower wages in other sectors of the economy as well. However, this is the tricky part of the equation to support the middle-classes and somehow the median voter.
American elections are won in so-called swing states that have voted democrats or republicans by narrow margins. Many of these states are in the “Rust-belt” states that have or had a strong manufacturing base. Bidenomics works hard to make the economy work for those people in these states, who have felt threatened by declassification, job loss and undercutting of wages due to migration. Substantial wage gains from $32/h to $40/h over 4 years is a landmark achievement in the U.S (see New York Times below). Non-unionised firms like Tesla, Hyundai or BMW and Mercedes in the U.S. will be isolated if they do not follow General Motors, Ford and Stellantis in the coming months or years.
It is not just about cars and trucks and wages, but about the chances of Biden and the Democrats to stem the renewed populist tide in the U.S. German car makers appear to be in the camp with the Tesla X-Man avoiding to negotiate with trade unions in the U.S. If Biden stays on as president after the next election, Bidenomics will gain further support and production of batteries and cars will be favoured locally with good paying, unionised jobs. Despite the high interest rates currently it is astonishing to many economist that the U.S. has not fallen into recession like for example Germany in at least 2 quarters of 2023. (Image: extract of Ney York Times 2023-11-2)
Teaching Ethics
Ethics is frequently taught by referring to reference cases, moral dilemmas and readings on the evolution of the discipline as some ethical issues arise due to technological innovations. Some fundamental ethical principles pertain to professional standards or so-called codes of conduct. This is also part of the sociology of professions which includes the societal and political role professions and professionals. The medical profession has been subject to ample research already. And yet it is important to notice that there is a renewed effort to include into the teaching of ethics “The hard truths about medicine and the Holocaust”. (AMA J Ethics. 2021;23(1): E59-63. doi: 10.1001/amajethics.2021.59). Eugenics were practices well before WWII. “Legal coercive sterilization, which progressed to the notorious “euthanasia” (medically sanctioned murder) program” (p.59) were the beginning. Medical doctors were not reluctant to implement the Nazi medical doctrines. “Most joined eagerly, earlier, and in much greater numbers than other professionals” (Chelouche, 2021; Kater MH, 1989). Physicians made the horrors of Nazi ethics efficient in its implementation. Nazi physicians had a strict ethical code which priorities obedience to the state rather than to the individual.
Research and experiments conducted by medical doctors during Nazi rule is analysed by Weindling (2015). In summary he states “Nazi experiments were accepted forms of science at the time, conducted not only in concentration camps but also in hospitals and clinics across Germany”. This concise overview of recent research by Tessa Chelouche in this field is not only important to teaching ethics in the medical and care professions, but it is of high relevance to much broader audiences and many more professions like judges. Only the awareness and guarding against a renewed failure to respect human values and human rights of the individual allow us to advance humanity. Decentralisation of power, checks and balances, professions following widely accepted principles rather than authoritarian rules can avoid another failure. Teaching about this is a “conditio sine qua non” and not a nice to have part of the curriculum in schools as well as professional colleges. 
Narratives
In psychology it is a long-established field to study narratives of persons as they age. To make sense of individual narratives might even be considered as one of the foundations of psychological research since its starting times. “The Cambridge handbook of cognitive aging : a life course perspective” has 2 entries that enlighten the issue of personal life stories or narratives. We have to consider the importance of our personal past to the construction and reconstruction of our personal narratives. As persons age reconstruction of narratives becomes a more frequent exercise as life experiences and new evidence continue to accumulate. The chapter on “narratives and identity” supports the view of plasticity in old age, which means that narratives and identity are an adaptive process. “Processes of evaluation and reinterpretation of personal memories enable people to maintain a sense of self”. The importance of recalling personal life events and positive self-regard is a well-established link in this research tradition. The self-memory system consists of the autobiographical memory, the self-concept and the working self as its components. It is evolving in most persons as part of the construction and reconstruction of the self, as well as narratives of it.
As persons age our brain and memory functions age as well. This starts earlier than most people expect. “Many studies in gerontology have shown that being able to remember, evaluate, and integrate personal memories and thereby dynamically maintain identity is related to mental health and well-being in later life (Westerhof et al., 2010).” (p.392). Reconstruction of narratives is a process that is hard work for our brain, therefore as people age many seem to shun away from these tasks. It is easier to clinch on to the old narratives of the self.
The chapter on emotion recognition and aging of the social brain summarises the research (p.369) by Ruffman et al. (2012, 2016) which shows that older persons were not as good as young persons to detect lies due to difficulties with emotion recognition. “Finally, we examined right-wing authoritarianism (Ruffman et al., 2016), that is, the tendency to hold conservative social attitudes (e.g., believing that women should have to promise to obey their husbands when they get married). Older adults had more pronounced right-wing attitudes than young adults, and even within the older adult group, these attitudes were entirely explained by their worse emotion recognition”.
The causal link, however, is less clear. The positivity bias in old age might be a major factor. The positivity bias describes the fact that older persons prefer to look at positive stimuli and avoid negative stimuli. The evidence is rather inconclusive about this effect. Probably persons have a positivity bias all along their life course as part of their personality traits. The other explanations of brain region decline and activation seem to receive a bit more empirical support (p.375). In any case, men seem to be even at higher risks.
Archives of personal diaries, letters, correspondence of persons are a valid additional source to study the process of the construction and reconstruction of the self. Biographical accounts of life histories serve as empirical material to analyse narratives and historical validity of narratives. The better the story, the more scepticism should be applied. 
Gespenster
Passend zu dem alljährlichen Hype und Kommerz zu Halloween Ende Oktober, öffnet die Sonderausstellung zu Otfried Preußlers 100. Geburtstag. „Die kleine Hexe“, Das kleine Gespenst“, „Der Räuber Hotzenplotz“ oder seine deutsche Übersetzung des Kater Mikesch haben mehrere Generationen von Kindern und Eltern begleitet. Fantastische Geschichten haben bereits seit langer Zeit Kinder begeistert. Eine gute Hexe und ein liebenswürdiger, eigentlich ungefährlicher Räuber passen in die kindliche Vorstellungswelt. Lange vor dem Spektakel um die Meerjungfrauen, hatte Otfried Preußler den kleinen Wassermann erstehen lassen. Diese Geschichten machten Otfried Preußler zu dem erfolgreichsten deutschsprachigen Geschichtenerzähler nicht nur für Kinder. Ein Glück, dass der Nachlass seit ça 10 Jahren in der Stabi Berlin aufbewahrt wird. Es hat sich bereits ein reges Besucherinteresse eingestellt, denn die Bilder zu den Geschichten haben sich tief in das Gedächtnis von Kindern und Eltern eingegraben.
Die vielfältig zusammengestellte Ausstellung bietet abwechslungsreiches, unterhaltsames und hintergründiges Material, um den Werdegang und Schaffensprozess des Schriftstellers zu verdeutlichen. Die liebenswerten Figuren der bekanntesten Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Verwertungen von der Augsburger Puppenkiste bis zu den Fernseh- und Kinofilmen in späteren Jahren haben die Geschichten mit ihren liebenswerten Charakteren ein bleibendes Kulturgut werden lassen. Mit den dunkleren Kapiteln seiner Vergangenheit hat er sich ebenfalls in seiner Geschichte „Krabat“ auseinandergesetzt, die jedoch viel weniger bekannt ist. Das Verdienst dieser Ausstellung ist jenseits der emotionalen Verbindung zu den Geschichten Otfried Preußlers, Hintergründe zu beleuchten. Nach anfänglichem Misserfolg, Ablehnung eines Verlags, dann 9 Monate warten bis ein positiver Bescheid eines anderen Verlags vorliegt, entschied sich der Leiter einer Volksschule seinen Lehrerberuf in gesicherter Anstellung aufzugeben. Mit seinen Kinderbüchern hat er unzählig viele Kinder mehr erreicht. (Link zur Ausstellung online Material) 




