Q Q Utopia

Projections into the future, the painting of a futuristic image or an utopian narrative can be based on a quantitative or a qualitative approach. A quantitative projection into the year 2100, for example, is form of creating an utopian vision of quantitative developments. Projecting the small reduction of working hours into a very distant future will eventually approach zero hours (tous sublime). Alternatively, utopian scenarios for qualitative characteristics of work and employment range from full health and safety or “cure yourself by work” (?really, “Arbeit macht frei”) to AI and robots designed to solve major laborious tasks and challenges for us. It is important to differentiate between the qualitative and quantitative forms of utopian visions. The time frames matter, too. In politics various combinations of utopian perspectives have frequently been combined. The human mind’s capability to project itself into the future explains our tendency to come up with utopian ideas or scenarios irrespective of our ability for rationality. We better acknowledge these human characteristics rather than insist on an either, or image of ourselves.  

Wessen Wetter

Wessen Wetter ist es denn? Mitten in einem Gewitter deklamieren Leute heute noch, “Um Gottes Willen“! Selbst in 2023 vereinen sich Leute und beten für Regen. Dabei wissen wir längst, wie der Regen entsteht, Feuchtigkeit in Wolken über weite Strecken zieht und schlußendlich als Regen über uns kommt. Dafür haben wir Dächer vorgesehen, mehr oder  weniger solide und dicht. Regenwasser sammeln, sickern lassen, Rückhaltebecken erweitern; das sind alles Vorkehrungen gegen größer werdende Unwetter des menschengemachten Klimawandels. Beten sowie Meditieren kann dem Einzelnen helfen, sich zu fokusieren und Kräfte zu sammeln. Gemeinschaftserlebnisse stärken Resilienz.
Wetter ist in der Tat eine tägliche Art von Gemeinschaftserlebnis, oft lokal begrenzt, aber meist regionenspezifisch und manchmal ein landes- oder gar europaweites Phänomen. Neben den staatlichen Meteorologischen Instituten gibt es bereits immer mehr “citizen science” Projekte zum Wetter. Das belgische Beispiel (s.u.) zeigt eine Vernetzung von Bürgerinnen, die Spaß und Interesse am Wetter und am Teilen sowie Partizipieren haben, kann das Messstationsnetzwerk der staatlichen Wetterdienste erweitern und eine alternative Vorhersagemöglichkeit bieten. PollenAPPs nutzen ebenfalls die Leidensstärke von allergischen Personen, um ihre Pollenbelastung spezifischer zu erfassen und Prognosen zu verbessern.
Ciitzen Science ist ebenso ein wechselseitiger Lernprozess, der das Wissen und Methoden einzelner Wissenschaffenden quasi basisdemokratische “bottom up” Wissenschaft gegenüberstellt. Stärken und Schwächen der jeweiligen Vorgehensweisen müssen untersucht werden, besonders mit Blick auf “fake news” oder “fake data”. Nicht nur erschreckend viele Forschende in der Wissenschaft produzieren “fake data and science” (Sabel et al. 2023) für fragwürdige Reputation und Karrieren. Bürgerinnen, die Daten sammeln und eigene Analysen, Vermutungen oder Hypothesen vornehmen, können Wissenschaft erweitern, andere ermuntern und wertvolle, viele, kleine Beiträge leisten.
Schwarmintelligenz beim Wetter praktizieren bereits die Schwalben. Das könnten wir vielleicht von diesen lernen. Bei Vervier in Belgien sowie an der Ahr in Rheinland-Pfalz sind mehr als 100 Menschen gestorben, wegen unpräziser Vorhersagen und Verzögerungen bei der Übermittlung der akuten Gefahrensituation.
Citizen Science kann Leben schützen, genauso wie es andere dringend nötige Freiwilligendienste bereits bewiesen haben. Das sind mal ganz andere vielfältige, bunte Wetteraussichten.