Chrysanthemum

We all know Chrysanthemum as the flowers of the autumn season. For Christians the Chrysanthemum is popular to decorate the graveyards around all saints day or reformation day. But also in the commemoration of armistice day of the Great War 14-18 flowers to remember that last a little bit are widely spread throughout Europe. But climate change and a prolonged summer season threatens these traditions. It is not uncommon to spot even a few roses here and there. It may well be the one and only “last rose” in other places.

Maybe we have to reconsider our concepts of seasons and planting cycles. Less use of tap water, but rain water recovery instead will help us get through droughts and a prolonged summer. Let’s see what changes we shall live through in autumn and winter. Chrysanthemum in winter, Chrysanthemum for Christmas is strange idea. Maybe that is what we should expect from now on.

11.11.2023 Ile de France

Trees

Looking at trees is relaxing. At least this is true for most of us. Some researchers, however, have a stressful time to sort out what it is exactly about trees that causes this impression, perception or feeling. Time to do a few studies on this issue (Lancet RM, 2023). Most likely it is the size or the number, maybe the surface or volume covered by trees that have an impact on us. Maybe it is the sequence of seasons that really causes the pleasant feeling about trees. Perhaps the fresh air, shadow in summertime or more the birds and squirrels or dogs that „inhabit“ the trees in neighborhoods that are important to us. More and more cities really develop sizable programs to care about their green spaces. In a simple cross-sectional study it seems the visibility of trees that is important rather than other effects. More sophisticated second round effects like oxygen levels or meeting points like in rural areas seem not to matter as much in cities currently. The study cited below invites us to devote more consideration to trees which we took for granted for far too long.

Ordóñez, C., Labib, S.M., Chung, L. et al.Satisfaction with urban trees associates with tree canopy cover and tree visibility around the home. npj Urban Sustain 3, 37 (2023). https://doi.org/10.1038/s42949-023-00119-8

Energiewende lokal

Neben dem vielen politischen Geschrei vollzieht sich die Energiewende oft schon unter dem Radar der breiten Massenmeinung. Unzählige lokale Initiativen machen Energiewende von unten, statt auf die große Politik mit ihren Subventionstöpfen zu warten. Das rechnet sich langfristig und bezieht viele lokale Akteure mit ein. Kehlheim, an der Mündung der Altmühl in die Donau, schafft es mit kleinen Schritten, weniger Gas zu verbrauchen und die Bierbrauerei mit Energie aus Pellets lokaler Holzwirtschaft zu betreiben. Recyclen der Flaschen mit Mehrwegkonzept trägt zu weiteren CO2-Einsparungen bei. Der lokale Konsum ist dabei inbegriffen.
Lokale Energiewende wird oft von unerwarteter Seite noch ausgebremst. Geplante Windräder ebenfalls in Kehlheim (Bayern) scheitern an der Bundeswehr, da sie Vorrechte geltend macht für Flugkorridore. Wir wissen gar nicht, welche Barrieren noch gefunden werden können, damit lokale Energiewende Realität werden kann. (Bericht Deutschlandfunk).
Damit wir weg vom Gas kommen, brauchen wir viele Anstrengungen von allen. Für die kommunale und regionale Energieplanung ist das durchaus eine Jahrhundertaufgabe. Unsere Gasometer, die vor hundert Jahren den Gasdruck lokal reguliert haben, sind oft schon für neue Nutzung erschlossen. Die Befreiungshalle nahe Kehlheim heißt im Volksmund schon lange Vereinsbier- oder Freibierhalle, jetzt vielleicht sogar aus „nachhaltiger“ Produktion. Die Auenlandschaft wird wohl nicht so schnell wieder nachwachsen. Weniger Zellstoff-, dafür mehr nachhaltige Bierproduktion ist doch eine interessante Perspektive. Photo: Auszug aus https://loc.gov/pictures/resource/ppmsca.00044/

Auenlandschaft

Die Auen und die Wälder in der unmittelbaren Nachbarschaft hatten eine hohe Bedeutung für die Biodiversität. Mit ihren fruchtbaren Böden waren sie leider sehr begehrt für die Landwirtschaft und wegen Wassernähe auch für Wohnungsbau. Die Auen haben eine wichtige Funktion als Aufnahmefläche für Hochwasserschübe an allen Binnengewässern. Das haben wir in Deutschland an der Ahr schmerzlich wieder erleben müssen. Nachhaltiges Wirtschaften mit den Auen statt gegen die Auen ist möglich. Selbst der langsame Rückbau von befestigten Flussufern ist möglich, wenn Ausgleichsflächen für Überflutungen erschließbar sind. Das braucht eine langfristige Planung. Diese fängt meistens auf den umliegenden Bergen und Hügeln an, die nicht mehr nahezu ungebremst große Wassermengen rasch in die Flüsse ableiten. Auffangbecken, die höher gelegen sind, Versickerung, die nachhaltig bewässert, sind verbundene Planungsvorhaben, die zusammengenommen eine wirksame Antwort auf den Klimawandel bilden.
Auen haben feuchte- und wärmeregulierende Funktionen, die den umliegenden Dörfern und Städten zu Gute kommen. Elektrisch betriebene Schiffsmotoren drehen leicht mit höheren Drehzahlen und Vermeiden dadurch zusätzlich die hohen Heckwellen, die sonst oft bei langsam drehenden großen Schiffsschrauben zu beobachten sind. Als Naherholungsgebiete sind die Auenlandschaften sehr beliebt und nicht erst seit den Malenden der Romantik. Die größere Biodiversität sollte eine Antriebsfeder sein, diese Naturschönheiten zu bewahren und, wo möglich, wieder herzustellen. Leipzig hat das erfolgreich durchgeführt (Link PDF). In Frankreich tragen die Rückhaltebecken der Marne wesentlich zur Verbesserung der Wasserqualität der Seine bei damit mittelfristig darin sogar wieder gebadet werden könnte.

Sichtweise

In vielen Fällen stimmt die eigene Sichtweise nicht mit der Sichtweise von anderen überein. Das kann sich bei Personen bis hin zu Persönlichkeitsstörungen auswachsen. Bei ganzen Gesellschaften, Kantonen oder Regionen führt die verzerrte Selbstwahrnehmung zu gewissen Befremdlichkeiten oder Entfremdung. Die Lokalpresse der Südostschweiz zeigt zwei fröhliche BauarbeiterInnen, die gemütlich auf ihre Baustelle zuwandern. Weit gefehlt. Der Helikopter hat längst die Hauptarbeit übernommen und diese BauarbeiterInnen (à la Heidi) gehören einer Vergangenheit an, die längst untergegangen ist.
Aber Zeitungen verkaufen sich lokal wohl besser, wenn sie an dem idyllischen Bild der Vergangenheit als Selbsteinschätzung und Selbstvergewisserung festhalten. Die Fremdsicht kommt eben auch nur von Fremden. Die Personen zahlen letztlich gerne für den Lift, um das Naturspektakel der Alpen auf 2000m noch eindrucksvoller erleben zu können. Dabei wäre mit Bussen und einer kleinen Bergwanderung dasselbe Panorama bei höherer Endorphinausschüttung zu erleben. Ob es für das Transportieren der Mountainbikes im Sommer nach oben und mehr Skifahrenden bei weniger Schneegebieten im Winter eine solche Investition benötigt, die noch mehr Grünflächen verschwinden lässt, bleibt äußerst fraglich. Der Kampf zwischen Mountainbikern und zu Fuß gehenden Personen wurde bereits durch getrennte Strecken entschärft. Zwischen den Menschen, nicht aber die weitere raumgreifende Nutzung der Natur.