VR im Museum

Das jüdische Museum hat am 8.5.2022 eine Klanginstallation der ganz besonderen Art aufgeführt. Die Pianistin Annika Treutler hatte Werke von Viktor Ullmann aufgeführt, die zusätzlich durch 3D Aufnahme virtuell in z.B zeitgenössischen Musiksälen erklingen kann. Damit lebt die Musik heute weiter in vielen Konzertsälen und Klangräumen. Eine ganz besondere Freude zum Sieg über Nazi-Deutschland. Der Vernichtung von Kulturgütern kann begegnet werden durch innovative Technik. Alexander Stublic hat ebenfalls eine kurze Erläuterung zu seiner VR-Installation Innerland gegeben. Dem Siemens Arts Program ist hiermit eine einmalige Würdigung der Geschichte zum Tag der Befreiung von Nazi-Deutschland gelungen, bei gleichzeitiger Projektion in eine vielfältige Zukunft. Vergessene Werke können so zu neuem Leben erweckt werden und für nächste Generationen mittels neuer technischer Möglichkeiten übersetzt werden. Das Live Klavierkonzert von Tamar Halperin hat diesen Ansatz vorzüglich klanglich umgesetzt mit zentraler Referenz zu Viktor Ullmann, eingerahmt von eigenen Kompositionen. Ich verneige mich in Dankbarkeit für eine würdige Feierstunde bei allen Kunstschaffenden und Organisierenden. Hoffentlich bleibt die Möglichkeit des virtuellen Begehens der Aufführungen länger als die geplanten 2 Wochen bestehen. Für mich bleibt diese Erinnerung für immer mit dem 8. Mai verbunden.

Cybersecurity

Der letzte europäische Monat der Cybersicherheit hat wohl kaum zu einer nennenswerten Verbesserung der Situation der Cybersicherheit geführt. Beispielsweise der Tankstellenzulieferer mit Öl, die Oiltanking aus HH, hat einen Cyberangriff nicht abwehren können. So wird die wahrscheinliche RansomWareAttacke wohl erst nach Zahlung in Cryptowährung wieder zu vollen Funktionalität zurückkehren können. Scheinbar können zwischenzeitlich die Preise nicht geändert werden und es sind keine Kartenzahlungen möglich. Zusätzlich waren belgische Häfen betroffen. Der internationale “safer internet day” zeigt ebenfalls wenig Wirkung. Wer wichtige Passwörter heute geändert? Eben.
Eurostat hat passgenau zumTag die Statistik zur Verwendung der Internetbrowser und deren Sicherheitseinstellungen veröffentlicht. (s.u.). Auch die sehr offene Volkswirtschaft Deutschland hat da noch einiges zu tun, besonders bei der Verwendung von spezifischer Software. Die wissenschaftliche online Zeitschrift “Frontiers in Psychology” hat eine kleine Studie mit 333 Studierenden veröffentlicht bei der das Konzept “Techno-Stress” angesprochen wird. Also die großen Konzerne der Internetgiganten (GAFAM) verursachen bei fehlendem Datenschutz (DSGVO) bei Nutzenden erheblichen “Techno-Stress”. Zoom-meetings und Ransomwareattacken etc. haben sicherlich das Stresslevel nochmals erhöht, gerade für diejenigen, die selten TechnoMusik hören.
Passwortmanager erlauben es, komplizierte Passwörter zu vergeben und zu verwenden. Machen müssen wir das selbst, die Geschäftsmodelle der Internetgiganten basieren auf unserer Trägheit und Unwissenheit. Damit lässt sich richtig viel Geld verdienen.

Klimawandel 2018

An Wäldern lässt sich Klimawandel am einfachsten für alle sichtbar ablesen. Das hat der Beirat für Waldpolitik der Bundesregierung erneut betont in seinem aktuellen Gutachten (pdf) . Zu trockene Jahre wie 2018 hinterlassen europaweit empfindliche Spuren. Waldbrände rücken weiter nördlich vor.
Im “forêt de Sénart” in der Nachbarschaft der Städte Montgeron, Yerres und Brunoy (nahe Paris) gab es im Hitzejahr 2018 einen größeren Waldbrand der 3-4 Jahre später noch verheerende Schäden aufzeigt.
🎼Mein Freund der Baum ist tot, die 🚒 kam zu spät 🎼.
Dabei sind wir kollektiv daran Schuld. Es herrscht Klimawandel und keiner will es später gewesen sein.  Wald-IMG_21  Kurzvideo.
Schöner Wald und seine Biodiversität bleibt uns nicht mehr einfach so erhalten. Schutz durch Mischwald und Feuchtigkeitsreserven werden immer wichtiger. Die Aufforstung nach Brand ist dort für 2022 geplant. Die Kosten tragen lokale Gemeinden, obwohl wir alle unseren Teil zum fortschreitenden Klimawandel beitragen. Es bleibt erschreckend, wie unverantwortlich wir mit unserer unmittelbaren Umwelt umgegangen sind. Im Klimahaus Bremerhaven kann man die Klimazonen durchwandern und mehr aufbereitete Infos finden (Blog). Der übergroße CO2-Fußabdruck der Bevölkerung in wohlhabenden Ländern und deren Vielfliegende kann jeder selbst berechnen (hier). Flugreisen reduzieren spart sehr viel CO2 zum Beispiel. Das können wir ändern. Wie wir den Wald jetzt schon auf Erderwärmung vorbereiten können ist in dem Gutachten beschrieben und in der DLF-Sendung dazu kurz erläutert.

Übergänge

Auch Übergänge wollen gelernt werden.
In dem Beitrag von Arbeitsdirektorin Albrecht (Robert Bosch GmbH) im Tagesspiegel vom 19.10.2021 fordert sie von Unternehmen, ihr eigenes hoffentlich eingeschlossen, für die Bewältigung des Wandels, mehr soziale Verantwortung zu übernehmen (s.u.). Unternehmen stehen ihrer Meinung nach in der Pflicht, Menschen von einer Arbeit in eine andere zu bringen. Im Sprech der Human Ressource Verantwortlichen heisst das eben, neben Einstellung auch Trennungsmanagement zu beherrschen. Das stützt die Regionen und den Wirtschaftsstandort allgemein, den sonst steigen die Sozialabgaben auch für die Unternehmen mittelfristig, also sogar mittelfristiges Eigeninteresse. Wer lange über Fachkräftemangel klagt, kann dann nicht im nächsten Atemzug Menschen entlassen, die lange hervorragende Dienste geleistet haben.
Gestaltung von Übergangsarbeitsmärkten als Beschäftigungs(ver)sicherung, lange mein Forschungsthema am WZB in Berlin und in der Lehre an der Jacobs University Bremen, baut auf das Engagement der Unternehmen und Beschäftigten, Übergänge zunächst innerbetrieblich oder zwischenbetrieblich zu organisieren. Erst subsidiär kommt die öffentlich ko-finanzierte Gestaltung von Übergängen dazu, also die Unterstützung von Übergängen von Ausbildung in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit sowie sogenannte Inaktivität in Beschäftigung. Eine große Baustelle ist der Übergang von Beschäftigung in den Ruhestand, wenn wir an die Gestaltung eines mehr fließenden Übergangs denken, statt des weitverbreiteten harten Übergangs von Vollzeitarbeit in 100% Gartenarbeit.
Lernen und Weiterbildung spielen direkt oder indirekt bei all diesen Übergängen eine bedeutende Rolle. Das zu verdeutlichen, hatte ich gerade wieder die Gelegenheit anlässlich einer beeindruckenden Tagung der “AgenturQ” in Stuttgart. Das Denken in Netzwerken, Verbünden und Platformen war bereits allseits präsent. Die Vorreiterrolle von Baden-Württemberg in vernetztem Denken und Handeln wurde deutlich, da bereits kürzlich das 20-jährige Jubiläum des Tarifvertrags zur Weiterbildung in der Metall- und Elektroindustrie gefeiert wurde (u.a. mit einem Tagungsband zum Nachlesen).
Weiterbildung schafft Werte und ist Teil der Wertschöpfung (20211025_Schoemann_Praesentation), nicht Teil der versunkenen Kosten, denn durch weitverbreiteten Fachkräftemangel geht Produktion und Produktivität verloren. Sehen wir Qualifikationen und Arbeitskräfte als Teil der Lieferkette, wie beispielsweise im Krankenhaus, dann wissen wir wie schmerzlich Produktionsausfall und Qualifikationsmangel sein kann. Weiterbilden#weiterdenken bleibt eine Daueraufgabe. Der AiKomPass als Ansatz, informelle Kompetenzen sichtbarer zu machen, ist ein guter Ansatz für alle, ihr eigenes Kompetenzspektrum zu überdenken, zu dokumentieren und eventuell zu ergänzen.
Lernen kann so viel Spass machen, wenn wir passgenau ansetzen können.

Market Maker

Some say if you want to get really rich you have to found a religion. Alternatively you create a charismatic brand for the masses. Currently you might also highjack a political party and make it a personal quasi-religious enterprise. Also, to become the richest man in the world you have to disrupt the usual market practices and create your own market and rules before everybody else understands it. Digital technology is key in this respect. Microsoft, Apple, then Facebook, Amazon, Google, (GAFAM in reverse order) have successfully exploited technological leadership. But there is more to it. The real challenge is to be successful in creating i.e. making your own market, where you are setting the rules yourself and each transaction on this market is paying a percentage into your pockets. It is amazing that this market making is not considered as creating a monopoly using technology long ago. This is changing but only slowly. Originally, the state or regulator set the rules for a market. The more the abuses of GAFAM in various respects become obvious to everybody, the more the call for rule-setting of politically responsible institutions can no longer be ignored. That is the point when either the state or non-profit organisations come in and can increase overall societal welfare. The strategy then is to have a state or quasi-state organisation regulate the conditions of the maket to overcome the information asymetry between buyers and sellers on these markets.
Accordingly we witness a multitude of local, sectoral, national or international maket makers. For profit it can be a true gold mine, as non-profit it still reaps sizable percentages on market activities of members, customers and service providers. One example of such a new non-profit market maker is the British organisation “modern markets for all” (MM4A). As it is run by a trained journalist, the media coverage is considerable. For all start-ups it should be part of their business plan to check whether they have a potential to become a (local, product or sectoral) market maker of some kind, rather than yet another contributor to the wealth of the GAFAM. Business school teaching could take this into account, particularly those training social entrepreneurs.

Pharma und Karma

Wieviel gutes Karma kann die Pharmaindustrie ansammeln. Das ist im Kern die Debatte rund um die Impfstoffe der verschiedenen Hersteller. Patentschutz hin oder her, schnelle Entwicklung hat kräftige Gewinne erzeugt, die sicher für die Erforschung anderer, neuerer Wirkstoffe benötigt werden. Das Unternehmen Johnson & Johnson hat jedoch ebenfalls Altlasten zu bewältigen. Asbest in Babyprodukten (s.u. ) das geht doch gar nicht, glauben wir immer noch. Achtung, nach jahrelangen Klagen, scheint sich ein hoher Preis für die Verwendung von Talk einzustellen, wie die FT am 2.6.2021 titelt. Industriepolitik, die das “Vorsorgeprinzip” verinnerlicht ist weitestgehend eine europäische Erfindung. In den USA gilt das nicht, da wird dann eben schneller produziert und dann die eventuellen Schäden kompensiert. Zumindest für die, die anschließend den Klageweg beschreiten kann dann eventuell eine hohe Entschädigung nach vielen Jahren und zusätzlichen Kosten erstritten werden. Gesundheit ist eben doch ein wenig Business oder viel Business. Das hat Boeing wohl so gesehen als die Boeing Jets 737 Max vom Himmel fielen. Europa mag es gerne langsamer und sicherer, aber das hat auch seinen Preis zumindest bei verspätet eintreffenden Impfstoffen für Risikogruppen.

Fukushima Waste

Das ungelöste Problem des Atommülls, des abgebrannten Atommeilers von Fukushima, wird uns noch länger in Unruhe versetzen. Eine Entsorgung des verstrahlten Kühlwassers ins Meer steht bald bevor. Alte Lasten von Atommeilern oder, wie in Japan, auch von den beiden Atombomben zeigen die generationenübergreifende Wirkung der Atomtechnologie. Der Bericht über die Heimkehr als “Heimsuchung” von Yoshie Watanabe, einem Überlebenden des Atomkriegs in Japan, kann tief bewegen. Dem Autor Andrés Neuman ist es damit geglungen, das “kintsugi” als vergoldendes Zusammensetzen von Bruchstücken musterhaft zu verdeutlichen (Praxisanleitung hier). Verbindungen schaffen zwischen scheinbar unverbundenen Ereignissen ist nicht nur Geschichtenschreibung, sondern auch Geschichtsschreibung. Als Verleger würde ich schon mal die Rechte kaufen. Das Buch strahlt hoffentlich länger als der Atommüll, und das ist fast unendlich lange. Exilliteratur, nicht nur die innere Emigration erzwungen durch Corona, hat Konjunktur. In LeMonde vom 28.5.2021 hat Ariane Singer das Buch hervorragend besprochen (s.u). Fukushima

Downsizing

Der erste Schritt hin zum Verzicht auf das Auto ist der Schritt des “downsizing”. Wie klein kann ein Auto sein für einen Urlaub im Gebirge mit Freunden. Die Mini oder Kleinstwagenklasse der Autoverleihfirmen vor Ort bietet für mittelgroße, schlanke Personen preiswerte Zweitürer! Selbst mit 4 Personen, Stöcken und Rucksäcken für eintägige Bergtouren war das im Kleinstwagen machbar. Mit etwas mehr Kondition hätten wir auch bereits die Anfahrt zu Fuß erledigen können. So viel nur für die Vorbereitung der nächsten Bergtouren. Nach der Bergtour ist vor der Bergtour und wir werden sicherlich besser vorbereitet in die nächste Bergwanderung aufbrechen. Hoffentlich dann ohne Unterstützung eines Verbrennungsmotors. Downsizing kann Spaß machen und Verlassen auf die eigenen Kräfte wirkt wie eine ökologische Antriebsfeder.  Mehr als 2 Jahre später ist dieser Blogeintrag zu einem programatischen Titel in “Le Monde” vom 24.3.2021 S.19 geworden.

Disruption

Disruptive Wirtschaftspolitik ist in allen Lebensbereichen spürbar. Der Ökonom Joseph Schumpeter hat das Prinzip vor gut 100 Jahren beschrieben. Neben inkrementalen Neuerungen haben diruptive Neuerungen einen starken, ruckhaften Effekt auf Wirtschaft und Beschäftigung. Wir wissen, dass Tesla vor den Toren Berlins ein großes Automobil- und später auch Batteriewerk erbaut. Jetzt hat auch Daimler für seinen relativ zentralen und traditionsreichen Standort in Berlin-Marienfelde eine disruptive Zukunftsperspektive verhandelt. Sozialpartnerschaft kann solche disruptiven Veränderungen meistern unter Einbeziehung der Politik solange Finanzierungsspielräume vorhanden sind. Aus Gewinnen, bei verminderter Ausschüttung an Aktionäre, lassen sich selbst dramatische Umwälzungen bewerkstelligen. Stakeholder– statt Shareholderansätze sind dafür von Nöten. Die Info laut Tagesspiegel vom 4.3.2021 ist eine tolle Überraschung. Beschäftigungsgarantien als Teil von Tarifverträgen können sehr wertvoll sein und Vertrauen bilden bzw. erhalten.

Wendepunkt

Die Statistik zu #Covid-19 Impfungen zeigt erstmals mehr #Impfungen als Infektionen laut @FinancialTimes weltweit. Sicherlich ein Wendepunkt, wenn auch nur ein momentaner Wendepunkt. Das Virus mutiert und die Infektionen in bevölkerungsreichen Ländern sind noch nicht kontrolliert. Wir sind dankbar für jeden Hoffnungsschimmer, besonders die Finanzwelt feiert dann wohl schon wieder historische Höchststände. Dabei geht der Wettlauf mit dem Virus weiter https://schoemann.org/covid19-eu-variationhttps://schoemann.org/covid19-eu-variation

FT 4.2.2021

Kaizen oder Kai’Zen bei Covid-19

Die Buchveröffentlichung zu Kaizen bei Pan Macmillan (Bild unten) hat mich erneut mit persönlichem Gewinn an die altbekannte Managementmethode anknüpfen lassen. Für viele ist Kaizen, ich mag lieber Kai’Zen als Wortspiel und konkretere Vorstellung zu den japanischen Kanji-Zeichen. Laut einem Wikipediaeintrag steht “Kai” für Veränderung und Wandel, “Zen” = zum Besseren, zum Guten. Der daraus resultierende kontinuierliche Verbesserungsprozess wurde in der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst geradezu zu einem neuen Mantra. Bei der Wahl der richtigen Indikatoren wie Patienten- oder Kundenzufriedenheit und eben nicht nur Kosten(senkung) kann das Anstoßen von Kai’Zen mittelfristig und langfristig wahre Wunder bewirken. Deswegen ist der Vergleich mit dem auf Schumpeter zurückgehenden Prozess der “kreativen Destruktion” d.h. dem Erfolg von radikalen Veränderungen stets sinnvoll. Viele Start-ups können von dieser Methode lernen, anwendbar bei sich selbst, in Gruppen oder für ganze Gesellschaften. In Zeiten von Covid-19 könnten wir auch sagen “von Viren lernen”. Kai’Zen ist “Bionics” pur. Aber genauso mit dieser Methode werden wir den Virus eindämmen und einen Impfstoff entwickeln. Die Viren bleiben gut in Kai’Zen, wir auch. Bleiben wir dran, wir haben den längeren Atem ;-). Einen der führenden Virologen Peter Piot hätte Covid-19 nun dennoch fast erwischt.

 

E-Car Market and Sharing

2020 is supposed to bring many new E-Cars to the market. Car-Sharing with the retreat of DriveNow and ShareNow from several cities with only moderate prospects. The Brussels Motor Show, also called Auto-Salon including the #WeAreMobility hall is still going strong right at the beginning of the COVID-19 crisis in early 2020. Some of the established car-sharing companies like Cambio.de or Cambio.be are not even present at such events. Poppy.be has few visitors as relatively unknown sharing-company yet. Not many more visitors I spotted at europcar.be with the attached scooter-sharing in Brussels and Antwerp.
The Auto-Salon gives a preview on E-Cars from most major companies. The E-go alternative has no presence there and competition of the big established companies from Europe and Japan take most of the space.
Most Consumers seem to want a practical solution to their mobility at a reasonable price, few seem to search for cars to show-off with. There is more “rational choice” around than in previous years. I should have done a survey to measure this, last time and this time round. This could be a worry to the industry as they are more used to sell “dream cars” than practical day-to-day mobility solutions.

Speculation bubbles

Learning about bubbles is exciting. As kids we jump in the air to burst bubbles, as adults we are delighted to taste sparkling wine. It is easy to know that a bubble has burst (ex post).  Many examples can be quoted in economic and social history on this. When bubbles burst hitting many persons this becomes an issue of political economy. Are we just behaving like “apes” with basic “animal instincts” as suggested by “Jan Bruegel d.J.”? Tulip mania is a part of European history and Bitcoin mania the most recent example of a bubble-like development of a specific market. How about creating your own currency. Here is how to do it. How to get drawn into a bubble can be physically experienced at Floralia-Brussels until 5.5.2019. You won’t look at tulips the same way afterwards.

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737 Max 8 and Science

The 346 persons who died in crashes of the fairly new airplanes of Boeing 737 Max have nothing to gain from the ex-post evaluation of the crash. The journal “Scientific American” published an interview with a former Boeing employee who puts a relationship of the two crashes into doubt. The article in the online version of the 13th of March by Mrs. Gohd is full of stereotypes rather than scientific information. This puts science or science journalism into a bad light. Please read for yourself (Link here).
Let’s wait for the black box to be read! and then judge, but not wait for further casualties please. The “precautionary principle“, to protect persons from harm for example by introducing not suffienctly testes new technology, makes a lot of sense in the aviation industry. That’s why the EU might be slower in the adoption of some innovations, but is more likely to avoid fatal accidents as a consequence of hasty innovation.

Rodin’s famous sculpture sums up the need and grief to think twice before you act. Mourning of the dead due to neglect of sufficient thought prior to action included. At least, this is  my modern interpretation of this piece of art with respect to responsibility and the precautionary principle.
(Foto taken in Stockholm, Prince Eugen’s Waldemarsudde  art museum).

Fukushima, Nuclear Waste and Fusion

7 years on from the Fukushima disaster promising research from a team including Physics Professor Thomas Heine reports that Cu(I)-MFU-4l is a material that “could significantly enhance our ability to treat radioactive waste”. The original paper appeared recently in Nature Communications LINK .

3He and tritium which are used as fuel in fusion reactor technology are produced at the same time. The battle about the energy provision of the future is still on. My teaching and research on “Society and Technology” takes on such challenges. The “Open Society” needs “open science and technology” to advance on major challenges. Open access is also part of this process. This is surely a nice additional topic for the University Study Course “Society and Technology” Thomas Heine and myself taught when we were both at Jacobs Universtiy Bremen.

 

Opportunities using Digital Technology

A new research paper dealing with digital technologies is now published in the Open Journal of Social Sciences. The major impetus of the small scale project was to identify the potential of digital technologies to foster democratic procedures and decision-making. The paper investigates the role of new technologies to support employees and the trade union movement.

The pdf-download free of charge is here.